Rosazea erkennen: Warum rote Wangen nicht einfach nur empfindliche Haut sind

Aus 25 Jahren Erfahrung in der medizinischen Kosmetik in Hannover

„Ich habe einfach empfindliche Haut.“

Diesen Satz höre ich in meiner Praxis sehr häufig.

Ebenso oft höre ich: „Meine Wangen sind ständig rot“, „Nach dem Essen wird mein Gesicht rot“ oder

„Ich habe schon so viele Cremes ausprobiert, aber nichts hilft dauerhaft.“ Und dann schaue ich mir die Haut genauer an.

Nicht selten steckt hinter diesen vermeintlich „empfindlichen Wangen“ eine Rosazea.

Das tückische daran: Eine Rosazea muss am Anfang gar nicht dramatisch aussehen. Manche Menschen haben zunächst nur immer wieder gerötete Wangen. Andere bekommen plötzlich sogenannte Flushs, also heftige Rötungsschübe. Später können Brennen, Stechen, entzündliche Papeln und Pusteln dazukommen.

Und genau hier beginnt für mich die eigentliche Arbeit.

Denn ich möchte nicht einfach nur die Rötung sehen. Ich möchte verstehen, warum diese Haut gerade so reagiert und was wir sinnvoll dagegen tun können.

Was ist Rosazea überhaupt?

Rosazea ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die überwiegend das Gesicht betrifft. Typische Erscheinungen sind anhaltende oder wiederkehrende Rötungen, Flushs, sichtbare Gefäße sowie entzündliche Papeln und Pusteln. Auch Brennen und Stechen können dazugehören.

Wichtig ist: Rosazea sieht nicht bei jedem Menschen gleich aus.

Die moderne Dermatologie beurteilt Rosazea deshalb zunehmend anhand der tatsächlich vorhandenen Merkmale – also des individuellen Hautbildes – und nicht nur nach einem starren „Stadium 1, 2 oder 3“.

Ich habe für meine Arbeit trotzdem eine sehr praktische Einteilung, weil sie meinen Kundinnen hilft, ihre Haut besser zu verstehen:

Meine praktische Einteilung in der Praxis

Stufe 1: Die Wangen sind häufig oder dauerhaft gerötet.

Stufe 2: Die Haut bekommt zusätzlich deutliche Flushs. Sie wird beispielsweise nach bestimmten Lebensmitteln, Alkohol, Wärme, Sport oder anderen individuellen Triggern plötzlich sehr rot.

Stufe 3: Jetzt wird es für viele Betroffene richtig unangenehm: Die Haut brennt oder schmerzt, entzündet sich und es entstehen Papeln und Pusteln.

Diese Einteilung ist meine praktische Orientierung und keine offizielle medizinische Klassifikation.

Und noch etwas ist mir wichtig: Sichtbare Äderchen allein sind nicht automatisch Rosazea. Das kann auch eine Couperose sein. Couperose und Rosazea können allerdings gemeinsam auftreten.

„Ich dachte, ich habe Akne“ – ein Fall aus meiner Praxis

Ein Fall ist mir besonders im Gedächtnis geblieben.

Ein 43-jähriger Mann kam zu mir, weil er sich wegen seiner Haut inzwischen richtig unwohl fühlte. Er hatte einen Vertreterjob und war ständig im Kontakt mit anderen Menschen.

Er dachte, er hätte Akne.

Zusammen mit seiner Frau hatte er sogar versucht, die Pusteln auszudrücken. Nur: Aus den Pusteln kam nichts.

Dafür taten sie höllisch weh und wurden nach dem Ausdrücken noch größer.

Für mich war nach der Hautanalyse sehr schnell klar, dass wir hier nicht einfach über klassische Akne sprechen.

Nach meiner langjährigen Erfahrung mit Hautbildern vermutete ich eine Rosazea. Die professionelle Analyse mit der VISIA 7Gen half uns dabei, die vorhandenen Hautveränderungen objektiv zu dokumentieren.

Die VISIA ersetzt dabei selbstverständlich keine ärztliche Diagnose. Für mich ist sie aber ein ausgesprochen hilfreiches Werkzeug, weil wir Hautveränderungen sichtbar und im Verlauf vergleichbar machen können.

Wir begannen mit regelmäßigen HydraFacial-Behandlungen im Abstand von etwa vier Wochen, einer abgestimmten medizinischen Pflege und einer Veränderung der Ernährung.

Nach vier Monaten machten wir erneut eine Hautanalyse.

Das Ergebnis hat auch ihn selbst beeindruckt: Die zuvor auffälligen Rötungen waren nicht mehr sichtbar und die entzündlichen Pusteln waren verschwunden. Seine Haut wirkte deutlich ruhiger, frischer und gesünder. Der Kunde hat selber nach nur 2 Wochen deutliche Verbesserung seiner Haut festgestellt.

Danach verlängerten wir die Abstände der HydraFacial-Behandlungen.

Das ist genau der Grund, warum ich meinen Kundinnen nicht einfach irgendeine Creme in die Hand drücke und sage: „Probieren Sie das mal.“

Ich möchte wissen, womit wir eigentlich arbeiten.

Rosazea erkennen: Diese Symptome sollten Sie ernst nehmen

Eine Rosazea kann sich unter anderem zeigen durch:

  • dauerhaft gerötete Wangen
  • wiederkehrende starke Gesichtsrötung
  • Flushs
  • Brennen oder Stechen
  • empfindliche, schnell gereizte Haut
  • Papeln
  • Pusteln
  • sichtbare Äderchen
  • entzündliche Hautveränderungen
  • teilweise auch Augenbeschwerden

Rosazea wird nicht selten mit Akne, empfindlicher Haut oder anderen Hauterkrankungen verwechselt. Deshalb ist eine genaue Betrachtung wichtig. Wie wir Akne und Rosazea in unserer Praxis unterscheiden und behandeln, lesen Sie auf unserer Seite Akne und Rosacea behandeln in Hannover.

Wenn jemand seit Jahren immer wieder rote Wangen hat und sagt „Das ist bei uns in der Familie so“, frage ich gerne:

Warum sollten wir uns damit einfach abfinden?

Mein Lieblingssatz in diesem Zusammenhang lautet:

„Wir sind nicht Opfer unserer Gene. Epigenetik macht es möglich.“

Das bedeutet nicht, dass Gene keine Rolle spielen. Natürlich tun sie das. Aber unser Körper besteht nicht nur aus unseren Genen. Umwelt, Ernährung, Lebensweise und viele andere Faktoren beeinflussen biologische Prozesse. Mit gezielten Schritten können wir unsere Gene entweder hemmen in ihrer

„Falscharbeit“ oder stärken in ihrer „richtigen“Arbeit- das heisst Epigenetik.

Warum ich bei Rosazea nicht nur auf die Haut schaue?

Hier unterscheidet sich meine Vorgehensweise wahrscheinlich am deutlichsten von einer klassischen reinen Hautpflege.

Ich behandle die Haut selbstverständlich. Aber ich frage auch:

Wie geht es Ihnen eigentlich insgesamt? Wie schlafen Sie?

Wie ist Ihr Stresslevel? Sind Sie häufig müde?

Wie sieht Ihre Verdauung aus? Wie ernähren Sie sich?

Gibt es hormonelle Beschwerden? Gibt es Medikamente?

Wie viel bewegen Sie sich?

Gibt es andere gesundheitliche Auffälligkeiten? Denn Haut ist kein isoliertes Organ.

Zwischen Darm, Immunsystem und Haut bestehen komplexe Wechselwirkungen. In der Forschung wird dafür häufig der Begriff Darm-Haut-Achse verwendet.

Für Rosazea ist dieses Thema wissenschaftlich inzwischen durchaus interessant. Studien und Reviews beschreiben Zusammenhänge zwischen Rosazea, dem Darmmikrobiom und verschiedenen gastrointestinalen Erkrankungen. Gleichzeitig anerkennt die moderne Dermatologie diesen Aspekt überhaupt nicht, mit der Begründung: die Forschung ist noch nicht so weit, dass man seriös sagen könnte:

„Rosazea wird durch einen kranken Darm verursacht.“ Und genau diese Unterscheidung ist mir wichtig.

Rosazea und Darm: Warum ich bei Verdauungsproblemen genauer hinschaue Wenn eine Kundin zusätzlich deutliche Verdauungsprobleme hat, schaue ich mir die Situation genauer an. Und dann meine ich nicht einfach einen kleinen „Mikrobiomtest“.

In den sozialen Medien wird inzwischen zu Recht darauf hingewiesen, dass ein reiner Mikrobiomtest nur einen Ausschnitt der Situation zeigen kann.

Ich arbeite deshalb – wenn es aufgrund der Anamnese sinnvoll erscheint – mit einer ausführlicheren Stuhl- und Darmdiagnostik.

Dabei können je nach Untersuchung unter anderem Parameter wie:

  • Zonulin
  • Calprotectin
  • Alpha-1-Antitrypsin
  • Beta-Defensin 2
  • sekretorisches IgA
  • Pankreas-Elastase
  • Stuhl-pH
  • Pilze
  • Schimmelpilze
  • verschiedene Floraparameter
  • Bifidobakterien
  • Lactobazillen betrachtet werden.

Warum ist das für mich interessant?

Weil ein Darm nicht nur aus „guten und schlechten Bakterien“ besteht.

Wir wollen beispielsweise auch Hinweise auf Verdauungsleistung, Entzündungsprozesse, Immunaktivität und weitere Auffälligkeiten betrachten.

Aber Vorsicht beim Thema „Leaky Gut“

Hier möchte ich bewusst mit einem Mythos aufräumen.

Im Internet wird häufig behauptet, ein erhöhter Zonulinwert beweise automatisch ein „Leaky Gut“. So einfach ist es wissenschaftlich nicht.

Die Messung von Zonulin – insbesondere je nach Testverfahren und Material – hat methodische und interpretative Grenzen. Selbst wissenschaftliche Arbeiten weisen darauf hin, dass Zonulinmessungen nicht unkritisch als direkter Beweis einer erhöhten Darmdurchlässigkeit interpretiert werden sollten.

Deshalb betrachte ich einen solchen Wert niemals isoliert. Für mich zählt das Gesamtbild.

Rosazea, Darm und Ernährung: Was ich meinen Kundinnen sage

Jetzt kommt der Teil, bei dem ich wahrscheinlich nicht jedermanns Liebling bin. Ich mache keine halben Sachen.

Wenn jemand wirklich etwas verändern möchte, empfehle ich lieber eine konsequente Veränderung für einen überschaubaren Zeitraum, als monatelang ein bisschen hiervon und ein bisschen davon zu verändern und sich anschließend zu wundern, warum sich kaum etwas tut.

Bei Rosazea können individuelle Trigger eine Rolle spielen. Besonders häufig beschrieben werden unter anderem Alkohol, scharfes Essen, heiße Getränke und bestimmte andere Lebensmittel beziehungsweise Inhaltsstoffe. Welche Trigger tatsächlich relevant sind, ist individuell unterschiedlich.

Meine Ernährungsempfehlungen gehen bei Kundinnen mit deutlichen Verdauungsproblemen allerdings häufig weiter.

Ich empfehle – abhängig vom individuellen Fall – eine möglichst unverarbeitete Ernährung mit:

  • viel Gemüse in Bio Qualität
  • saisonalem und regionalem Obst in Bio Qualität
  • hochwertigen Lebensmitteln, nicht verarbeitet und ohne zugesetzte Chemie
  • Eiern aus Bio- und Freilandhaltung
  • hochwertigem Fleisch, wenn gewünscht, auch in BIO Qualität
  • geeigneten präbiotischen Lebensmitteln
  • guten Kräutern und Gewürzen
  • hochwertigen Fetten wie Olivenöl und Leinöl
  • ausreichend Wasser in sehr guter Qualität
  • ​

Stark verarbeitete Fertigprodukte, viel Zucker und künstliche Süßstoffe, Fleisch und Eier aus Massenhaltung, gehören für mich nicht zu einer Ernährung, mit der ich einen angeschlagenen Organismus zusätzlich belasten möchte.

Und bei einer ausgeprägten Rosazea gehören Alkohol und Zigaretten für mich ganz klar zu den Dingen, die man kritisch hinterfragen sollte.

Scharfes Essen kann ebenfalls ein Trigger sein.

Ob jeder Mensch deshalb lebenslang auf jedes einzelne Lebensmittel verzichten muss?

Nein.

Ich bin keine Freundin von sinnlosen Verbotslisten.

Aber ich bin eine große Freundin davon, herauszufinden, was dem eigenen Körper guttut.

Welche Pflege braucht Rosazea?

Rosazea-Haut braucht vor allem eines:

Ruhe.

Ich sehe immer wieder Kundinnen, die aus Verzweiflung ständig neue Produkte ausprobieren. Heute Säure.

Morgen Peeling.

Dann ein starkes Serum. Dann Mikrodermabrasion.

Dann noch ein neues „Anti-Pickel“-Produkt.

Und irgendwann ist die Hautbarriere so gereizt, dass sie auf fast alles reagiert. Das ist nicht der Weg, den ich gehen möchte.

Bei Rosazea arbeite ich unter anderem mit medizinisch ausgerichteten Pflegesystemen von ZO Skin Health und NOON Aesthetics, wobei die Auswahl immer vom individuellen Hautzustand abhängt.

Bei beiden Systemen ist der Gedanke wichtig, dass die Produkte aufeinander abgestimmt eingesetzt werden und nicht einfach zehn völlig unterschiedliche Produkte miteinander kombiniert werden.

Und:

Sonnenschutz ist Pflicht.

Nicht nur im Hochsommer.

Auch an bewölkten Tagen und bei Schnee.

Was ich bei Rosazea nicht machen würde

Eine entzündete Rosazea-Haut braucht nicht noch mehr Aggression.

Deshalb bin ich bei folgenden Methoden vorsichtig, beziehungsweise würde sie bei einer aktiven, gereizten Rosazea nicht einfach durchführen:

  • starke Mikrodermabrasion
  • aggressive Peelings
  • unnötig intensive Hautabtragungen
  • tiefes, aggressives Microneedling

Die Behandlung muss zum aktuellen Hautzustand passen.

Nicht zum Behandlungskalender. Nicht zur Werbung.

Und schon gar nicht nach dem Motto: „Das machen wir bei jedem“ oder „ wenn schon, denn schon“

Welche Behandlung ich bei Rosazea einsetze

Auch hier gibt es für mich keine Standardbehandlung.

Ich kombiniere die Maßnahmen entsprechend dem Hautbild.

Bei einer sehr empfindlichen, entzündeten Haut kann beispielsweise eine besonders milde Hautinfusion mit DermaDrop und PDNR Polynukleotiden Lachs-DNA sinnvoll sein.

Wenn die Haut ruhiger wird, kann später eine HydraFacial-Behandlung eingesetzt werden.

Bei einer milden Ausprägung arbeite ich in meiner Praxis beispielsweise mit mehreren HydraFacial-Behandlungen im Abstand von einigen Wochen und individuell ausgewählten medizinischen Wirkstoffkonzepten.

Erst wenn die Hautbarriere stabiler ist und die Entzündung deutlich zurückgegangen ist, kann je nach Hautzustand ein milderes Microneedling-Konzept infrage kommen.

Hier gilt für mich:

Nicht jede Rosazea-Haut bekommt dieselbe Behandlung.

Und vor allem:

Eine kosmetische Behandlung kann Beschwerden deutlich lindern und das Hautbild verbessern. Sie ersetzt aber keine ärztliche Behandlung, wenn eine medizinische Therapie notwendig ist.

Was ist mit Demodex-Milben?

Das Thema Demodex ist spannend.

Demodex-Milben gehören grundsätzlich zur normalen Hautflora des Menschen. Bei Menschen mit Rosazea wurde jedoch eine höhere Dichte von Demodex häufiger beobachtet. Eine Meta-Analyse von 23 Fall-Kontroll-Studien fand eine deutlich höhere Demodex-Besiedlung bei Rosazea-Patienten als bei Kontrollpersonen.

Das bedeutet allerdings nicht:

„Rosazea = Milben.“

So einfach ist es nicht.

Demodex kann an entzündlichen Prozessen beteiligt sein, ist aber nur ein Teil des gesamten Geschehens. Ich sehe deshalb auch hier keinen Sinn darin, einen einzigen Schuldigen zu suchen.

Drei Frauen – drei unterschiedliche Wege

Eine 62-jährige Kundin kam mit einer sehr belasteten gesundheitlichen Situation und zahlreichen Medikamenten zu mir.

Hier habe ich mich bewusst gegen eine umfangreiche Diagnostik entschieden. Zum einen wollte ich ihren Körper nicht mit einer ganzen Batterie an Untersuchungen überfordern, zum anderen war auch das finanzielle Budget begrenzt.

Wir konzentrierten uns auf das, was möglich war.

Vier HydraFacial-Behandlungen und einige Veränderungen bei der Ernährung. Das Ergebnis?

Die Haut wurde deutlich ruhiger. Die Rötungen waren kaum noch sichtbar. Und die Kundin sagte etwas, das ich fast wichtiger finde als jede Messung: Sie fühlte sich wieder gut in ihrer Haut.

Bei einer anderen Gruppe sehe ich etwas ganz anderes: jüngere Kundinnen zwischen etwa 25 und 40 Jahren mit Rosazea und gleichzeitig deutlichen Verdauungsproblemen, Müdigkeit, Konzentrationsproblemen, Gewichtsthemen oder anderen gesundheitlichen Auffälligkeiten.

Hier wird es komplexer.

Und genau deshalb arbeite ich dann auch nicht so, als wäre nur die Haut das Problem.

Wenn beispielsweise Schilddrüse oder Hormone medizinisch abgeklärt werden müssen, arbeite ich mit einer entsprechenden ärztlichen Praxis zusammen und überweise dorthin.

Denn eines muss man auch ganz klar sagen:

Man kann nicht alles selbst behandeln.

Gute Arbeit bedeutet manchmal auch, zu wissen, wann ein anderer Fachbereich notwendig ist.

Warum nicht jede Rosazea gleich verschwindet

Jetzt kommt eine Wahrheit, die in vielen Werbeversprechen fehlt:

Nicht jeder Mensch macht das, was vereinbart wurde. Manche verändern ihre Ernährung nur halbherzig.

Manche setzen die Pflege nach zwei Wochen wieder ab.

Manche wollen zwar eine Veränderung, möchten dafür aber nichts an ihren Gewohnheiten verändern. Und dann darf man sich nicht wundern, wenn die Haut irgendwann wieder reagiert.

Ich kann niemandem die Entscheidung abnehmen.

Ich kann erklären.

Analysieren.

Behandeln.

Begleiten.

Aber den Teil, den der Mensch selbst verändern muss, kann ich nicht übernehmen. Und ja, manchmal nervt mich das.

Aber am Ende entscheidet jeder selbst, wie konsequent er mit seiner Gesundheit umgehen möchte. Dazu habe ich auch einen Lieblingssatz: „Jeder hat das recht zu leiden“

Rosazea muss nicht einfach Ihr Schicksal sein

Wenn Sie seit Jahren denken:

„Ich habe eben empfindliche Haut.“

„Meine roten Wangen sind genetisch.“

„Das haben wir in der Familie.“

„Da kann man sowieso nichts machen.“

… dann würde ich zumindest einmal genauer hinschauen lassen. Nicht jede rote Wange ist Rosazea.

Nicht jede sichtbare Ader ist Rosazea.

Und nicht jede Rosazea braucht dieselbe Behandlung.

Aber wenn tatsächlich eine Rosazea dahintersteckt, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Für mich beginnt das mit einer professionellen Hautanalyse.

Danach kommt eine ausführliche Anamnese. Und dann die Frage:

Was können wir konkret verändern?

Hautpflege?

Kosmetische Behandlung? Ernährung?

Verdauung?

Darmdiagnostik?

Lebensstil?

Oder braucht es zusätzlich einen Dermatologen oder einen anderen medizinischen Fachbereich? Genau diese Fragen gehören für mich zusammen.

Denn Haut und Körper funktionieren nicht getrennt voneinander.

Und manchmal ist die schönste Veränderung nicht die, dass eine Rötung auf einem Foto weniger geworden ist.

Sondern dass eine Frau oder ein Mann morgens in den Spiegel schaut und endlich wieder denkt:

„So sehe ich mich gerne.“

Wenn Sie Ihre rote Wangen, Brennen und Pusteln loswerden möchten, dann kommen Sie zu mir. Ich berate Sie kostenlos, erstelle Ihnen einen Plan und wenn Sie möchten, kann ich gleich Hautanalyse mit Visia durchführen. Sie können den Termin sofort online buchen

Mein Fazit aus 25 Jahren medizinischer Kosmetik

Rosazea ist mehr als ein kosmetisches Problem.

Aber sie ist auch kein Grund, den eigenen Körper als hoffnungslosen Fall zu betrachten. Eine gute Behandlung beginnt für mich deshalb nicht mit dem teuersten Produkt.

Sie beginnt mit Hinschauen.

Mit einer professionellen Hautanalyse. Mit den richtigen Fragen.

Mit einer ehrlichen Anamnese.

Und – wenn die persönliche Situation dafür spricht – mit einem Blick über die Haut hinaus. Ich möchte nicht einfach die Rötung möglichst schnell wegmachen.

Ich möchte verstehen, was wir sehen, warum die Haut so reagiert und welche Stellschrauben wir tatsächlich beeinflussen können. Das möchten die meisten Kunden auch.

Denn eine Creme kann ein wichtiger Bestandteil einer Rosazea-Therapie sein. Aber manchmal ist sie eben nicht die ganze Geschichte.

Ihre Haut erzählt uns mehr, als man auf den ersten Blick sieht.

Häufige Fragen zu Rosazea

Wie erkenne ich Rosazea?

Typische Hinweise sind wiederkehrende oder dauerhafte Gesichtsrötungen, Flushs, Brennen, Stechen sowie Papeln und Pusteln. Sichtbare Äderchen können dazugehören, sind allein aber kein sicherer Beweis für Rosazea.

Ist Rosazea dasselbe wie Couperose?

Nein. Couperose bezeichnet vor allem sichtbare kleine Gefäße und Rötungen. Rosazea ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der zusätzlich beispielsweise Flushs, Papeln, Pusteln oder Brennen auftreten können.

Kann Rosazea vom Darm kommen?

Ein Zusammenhang zwischen Rosazea, gastrointestinalen Erkrankungen und der Darm-Haut-Achse wird wissenschaftlich untersucht. Es gibt interessante Hinweise auf Veränderungen des Darmmikrobioms und Assoziationen mit bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen. Eine einfache Aussage wie „Rosazea kommt vom Darm“ ist wissenschaftlich jedoch nicht belegt.

Welche Lebensmittel können Rosazea verschlimmern?

Häufig beschriebene Trigger sind unter anderem Alkohol, scharfes Essen und sehr heiße Getränke. Darüber hinaus können individuelle Trigger eine Rolle spielen. Deshalb ist ein persönliches Trigger-Tagebuch oft sinnvoller als eine pauschale Verbotsliste.

Kann man Rosazea vollständig heilen?

Rosazea gilt als chronische Erkrankung und kann über längere Zeit ruhig sein oder wieder aufflammen. Eine dauerhafte „Heilung“ sollte deshalb nicht versprochen werden. Mit einer individuell abgestimmten Behandlung lassen sich Symptome und Hautbild jedoch häufig deutlich verbessern.

Hilft HydraFacial bei Rosazea?

Das hängt vom aktuellen Hautzustand ab. Bei einer stark entzündeten, schmerzenden Rosazea ist eine sehr schonende Vorgehensweise wichtig. In meiner Praxis setze ich HydraFacial bei geeigneten Hautzuständen und mit angepassten Einstellungen beziehungsweise Wirkstoffen ein.

Sollte ich bei Rosazea einen Darmtest machen?

Nicht automatisch. Bei zusätzlichen Verdauungsbeschwerden oder anderen entsprechenden Hinweisen kann eine ausführlichere Darmdiagnostik sinnvoll sein. Ein einzelner Mikrobiomtest oder ein einzelner Laborwert sollte jedoch niemals isoliert interpretiert werden.

Warum ist Sonnenschutz bei Rosazea wichtig?

UV-Strahlung kann Rosazea bei vielen Betroffenen verschlechtern und gehört zu den Faktoren, die bei der täglichen Hautpflege berücksichtigt werden sollten. Ein geeigneter Sonnenschutz ist deshalb auch außerhalb des Sommers sinnvoll.

Wissenschaftliche Quellen und weiterführende Literatur

Rosazea – Diagnose und phänotypischer Ansatz

Schaller M. et al. Recommendations for rosacea diagnosis and treatment by the global ROSacea COnsensus (ROSCO) panel. British Journal of Dermatology.

PubMed – ROSCO Consensus

Aktualisierte ROSCO-Empfehlungen

Schaller M. et al. Update from the global ROSacea COnsensus (ROSCO) panel.

PubMed – ROSCO Update

Rosazea und Darm-Haut-Achse

Sánchez-Pellicer P. et al. Rosacea, microbiome and probiotics: the gut-skin axis. 2024.

PubMed – Rosacea, microbiome and probiotics

Rosazea und Mikrobiom – systematischer Review

Daou H. et al. Rosacea and the Microbiome: A Systematic Review.

PubMed – Systematic Review

Veränderungen des Darmmikrobioms bei Rosazea

Guertler A. et al. Characteristics of Gut Microbiota in Rosacea Patients. 2024.

Studie – Gut Microbiota in Rosacea

Rosazea und Ernährung

Searle T. et al. Rosacea and Diet: What is New in 2021?

Review – Rosacea and Diet

Demodex und Rosazea – Meta-Analyse

Chang YS et al. Role of Demodex mite infestation in rosacea: a systematic review and meta-analysis.

PubMed – Demodex Meta-Analyse

Zonulin und Darmdurchlässigkeit – wissenschaftliche Einschränkungen Lacy BE et al. Leaky Gut Syndrome: Myths and Management. 2024.

Review – Leaky Gut Syndrome: Myths and Management

Zonulin als Marker der intestinalen Permeabilität

Tatucu-Babet OA et al. Serum zonulin measured by enzyme-linked immunosorbent assay may not be a reliable marker of small intestinal permeability in healthy adults.

PubMed – Zonulin und Messbarkeit

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